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                Ladykiller xx
                                                                  
   Deckeinsatz : 1965 - 1971 Haselau
                                     1972 - 1974 Groß Buchwald
                                     1975             Siethwende
                                     1976 - 1979 Haselau
                                     1979             eingegangen......

gekörte Söhne : 36..Landgraf I, Landgraf II, Lord, Liostro, Lido, Lagos, Latino, Ladalco,
                                               Landsknecht I , Landsknecht II, Landsturm, Laertes, Lancelot, Lambert I,
                                               Lambert II, Lexius, Landrat, Landvogt, Livorno, Lepanto, Locarno, Lamour,
                                               Lando, Leopard, Leporello, Lorenz, Leander, Largo (Heidelberg), Landmann,
                                               Lasso, Latus, Laredo, Lucky Kid, Laertes, Landherr, Labrador

Ladykiller xx verkörperte den starken Typus des Vollblüters. Er war ein auffallend schöner Hengst mit betont maskulinen Attributen. Selbst sehr gut in allen drei GGA, zeichnete er sich durch beste Charakter- und Temperamentswerte aus. Ladykiller xx hat sich aus einer riesiegen Anzahl von Vollblütern, die in den 60er und Anfang der 70er Jahre zum Einsatz kamen, als der mit Abstand beste herauskristallisiert. Eigene Hengstlinien gründeten  auch die zuvor eingesetzten Vererber "Anblick xx " und " Cottage Son xx " sowie die teilweise parallel zu Ladykiller xx eingesetzten Hengste " Manometer xx " und " Marlon xx ". Doch keiner hat in einer solchen breite zu überzeugen vermocht wie Ladykiller xx. Er vererbte deutlich sich selbst, seinen klaren Typ, den schönen Kopf, ein korrektes kräftiges Fundament und sehr gute Springanlagen hinsichtlich Vermögen, Bascule, Beintechnik und vor allem Mut.
Bei einigen nachkommen fiel die hellbraune Fellfarbe mit "grünen" Beinen auf, ebenso die manchmal etwas offene Nierenpartie. Seine Füchse waren durchweg noch edler als die braunen Nachkommen. Besondere erfolge wurden bei Anpaarungen an Stuten erzielt, die ihrerseits widerum  Blut führten. So sind seine mit Abstand bekanntesten Hengstsöhne, Landgraf I und Lord, beide aus Stuten gezogen, die ihrerseits einen Anteil besten Vollbluts trugen. Landgraf I wurde der bedeutendste Springpferdevererber des 20.Jahrhunderts. Die Holsteiner Züchterschaft setzte ihm auf dem gelände der Verbandszentrale in Elmshorn ein lebensgroßes Bronzedenkmal. Der feierlichen Enthüllung wohnte Landgraf I noch selbst bei. Lord war Körsiger und schickte ebenfalls eine ganze Luftflotte auf Siegeskurs in die großen Springarenen rund um den Globus. Das er Dreiviertelblüter war, ist möglicherweise die Erklärung für die nicht immer ganz harmonische Typvererbung. Obwohl Ladykiller xx so gut wie gar keine Dressurpferde zeugte, brachte er mit Lido einen Sohn, der gerade in dieser Disziplin seinen vererbungsschwerpunkt hatte. Kaum ein zweiter Holsteiner zeugte in einer solchen Intensität Dressurpferde für höchste Ansprüche. In Holland wurde der nach seinem Muttervater getaufte Ladykiller xx Sohn Heidelberg  zum Schrittmacher der Zucht. Auch die Vererber Lorenz, Lagos, Ladalco und Lamour gingen nach erfolgreichem und jeweils überdurchschnittlichem Wirken in Holstein in die Niederlande. gegenwärtig gehört es in Holstein schon fast zum "guten Ton", daß ein Pferd mindestens zwei- oder dreimal Ladykiller xx - Blut führt, wobei vereinzelt auch Pferde mit fünf- oder sechsfacher Inzucht auf diesen wertvollen Linienbegründer in der ersten Generation zu finden sind. Schon seit jeher war ein gewisses Maß an Inzucht stets das Erfolgsgeheimnis der Holsteiner Zucht. Wer sich mit den Holsteiner-Stämmen beschäftigt bzw. das Abstammungspapier einzelner Pferde bis in die Wurzeln zurückverfolgt, der ist oftmals erstaunt, wie oft einem in den hinteren generationen vielfach derselbe name förmlich ins gesicht springt. Heute, wo neues Vollblut in Holstein überhaupt nicht anschlägt, ist die fortgesetzte Inzucht auf den bewährten "Klassiker" Ladykiller xx eine Gratwanderung, die Holsteiner Züchtern noch einiges an Fingerspitzengefühl abverlangen dürfte.